hierkommtmama Kindergarten Reggiopädagogik

Warum ein alternatives Kitakonzept?

Ihr fragt euch, warum wir uns für ein alternatives Kitakonzept speziell die Reggiopädagogik entschieden haben? Ich kannte die Reggiopädagogik noch aus meinem Pädagogik Leistungskurs und fand es damals schon faszinierend. So war ich total begeistert, als ich feststellte, dass hier in Essen eine Kita genau dieses Konzept verfolgt. Wir schauten uns die Kita 2014 an und waren restlos begeistert. Zusätzlich zum tolle Konzept ist die Kita auch noch Betriebskita und hat paradiesische Zustände. Damit meine ich nicht nur der tollen Betreuungsschlüssel von 1:3 bei den Kleinen (U3) bzw bei den Großen 1:4, sondern auch das tolle Angebot von zusätzlichen Räumen. Aber ein besonderes Highlight ist die Projektarbeit.

Reggiopädagogik = Projektarbeit

Anfangs konnte ich mir nur ansatzweise vorstellen, wie eine richtige Projektarbeit mit Kindern zwischen 1 und 6 funktionieren soll. Spezielle dann wenn auch die Idee fürs jeweilige Projekt von den Kindern kommt. Aber es funktioniert tatsächlich. Momentan laufen in unserer Kita drei Projekte. Eins zu Bienen, eins zu Libellen und eins zu Schnecken. In welche Richtung sich ein Projekt entwickelt und wann es endet steht vorher nicht fest. Die Kinder entschieden selbst welche Aspekte sie am meisten interessieren. So wurden beim Schneckenprojekt Schnecken aus Ton gebastelt, diese dann wiederum bemalt und abgezeichnet. Es wurden Bücher zum Thema gelesen und es wurden echt Schnecken beobachtet und viele Sachen dabei festgestellt.

Durch das offene Konzept der Kita, kennt jedes Kind alle Erzieher und auch (fast) alle Kinder. So treffen sich für die Projekte auch Kinder aus allen Gruppen und jeder darf im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas ins Projekt einbringen, selbst die ganz Kleinen.

Schwerpunkträume

Die Schwerpunkträume, das sind die Räume die nicht zu einer Gruppe gehören, sondern separat im Gebäude zu finden sind. Zu diesen Räumen gehört in unserer Kita der Bewegungsraum, das Atelier, der Theaterraum sowie die Holzwerkstatt. In diesen Schwerpunkträumen gibt es immer eine Fachkraft und je nach Kinderaufkommen noch einen Erzieher aus einer Gruppe, der mit geht. So arbeitet in der Holzwerkstatt eine Schreinermeisterin mit den Kindern und diese dürfen mit Kreissäge, Bohrer und co. schon richtig werkeln. Dabei entstand im Rahmen einer Projektes beispielsweise auch ein Ofen für die Kinderküche. Im Theaterraum erstellt eine Theaterpädagogin mit den Kindern eigene Theaterstücke und bastelt mit Ihnen die passenden Kostüme. Im Atelier gibt eine Kunstpädagogin kreative Impulse und die Kinder dürfen sich dazu kreativ, an auf der Wand klebenden Blättern, ausleben. Es ist toll zusehen, dass selbst Einjährige diese Angebot nutzen und Spaß an den Farben haben. Zu guter letzt gibt es im Bewegungsraum Erzieher mit zusätzlicher Ergotherapeutenausbildung, die den Spaß an der Bewegung fördern.

Tagesorganisation

Ihr denkt euch nun „ja schön und gut, aber wie sollen gerade die U3 Kinder von diesem großen Angebot an Schwerpunkträumen profitieren?“ Anfangs fragte ich mich auch, ob unsere damals 2-jährige Große gerade am Anfang viel mit diesem großen Angebot anfangen kann. Die Antwort ist aber ganz klar: Ja sie konnte es nach recht kurzer Zeit. Im Morgenkreis wird bekanntgegeben, was in welchem Raum angeboten wird, ob es einen speziellen Impuls gibt oder gerade ein Projekt läuft. Wenn sich ein Kind dann für einen Raum entscheidet hängt es ein Magnet mit seinem Foto zu dem jeweiligen Symbol auf der Tafel und stiefelt, nach dem Morgenkreis entweder gemeinsam mit einer Erzieherin oder auch alleine los und besucht diesen Raum. Unsere Große favorisiert dabei die Holzwerkstatt, die Kleine hingegen das Atelier. Zum Mittagessen treffen sich alle Kinder wieder in ihren Gruppen und erzählen den anderen von ihrem Tag. Mittags gibt es ebenfalls die Möglichkeit sich für einen Raum, das Außengelände oder das freie Spiel in der Gruppe zu entscheiden.

Insgesamt sind wir mit unserer Wahl der Kita und der Reggiopädagogik sehr zufrieden. Die Kinder lernen ganz spielerisch so viel fürs Leben, dass ihnen nie wieder jemand wegnehmen kann. Gerade die soziale Entwicklung wird durch das offene Konzept gefördert. Jedes Kind hilft gerne einem anderen, wenn es Hilfe braucht oder wenn sich zwei streiten, wird in der Gruppe geschaut ob sich ein Kompromiss finden lässt.

Wir könnten uns keine tollere Kita als die Kita Miniapolis für unsere Kinder vorstellen.

Liebe Grüße

Eure Lisa

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