Share this post by e-mail
You can enter up to five recipients. Seperate them with a comma.





The provided data in this form is only used to send the e-mail in your name. They will not be stored and not be distributed to any third party or used for marketing purposes.

Natürliche Geburt

„Ich lasse alles auf mich zukommen“

Das ist der Satz den ich am meisten von Erstgebärenden Freundinnen höre und jedesmal zieht sich alles bei mir aufs neue zusammen. Denn auch auch dachte bei der ersten Schwangerschaft. „Planen kannst du eine Geburt eh nicht, lasse alles auf dich zukommen.“ Aber glaubt mir diese Unbeschwertheit habe ich bitterböse bereut. Die meisten wünschen sich eine natürliche Geburt, auch ich habe mir schon bei meiner Großen eine natürliche Geburt gewünscht. Bekommen habe ich schlussendlich die sekundäre Sectio nach 48 Stunden eingeleiteten Wehen.

Ungeplanter Kaiserschnitt

Ich glaube für die meisten Frauen ist ein ungeplanter (Not-)Kaiserschnitt, wenn eine natürliche Geburt geplant war, mit die schlimmste Geburtsform, die man sich vorstellen kann. Meist kann man sich auf diesen Ausgang nicht wirklich gut vorbereiten und hat nicht viel Zeit sich in Ruhe zumindest ein paar Gedanken zu machen. Mutter, Kind und zumeist auch der Partner werden von der „Entscheidung“ – oder doch nur Empfehlung!?- der Ärzte überrumpelt und wenn dann noch Worte fallen wie „wenn Sie jetzt nicht gleich zustimmen, gefährden Sie das Leben Ihres Kindes.“ Welche Erstgebärende, die sich auf diese Situation überhaupt nicht vorbereitet hat, kann dann reflektiert entscheiden ob es stimmt, was der Arzt gerade sagt oder ob die eigene Geburt gerade einfach nur kein Geld mehr fürs Krankenhaus bringt?

Denn nicht selten ist es eher letzteres die Ärzte sind nun mal Angestellte des Krankenhauses, das – leider – heutzutage ein Wirtschaftsunternehmen ist. Da bringt die in den Wehen liegende Mutter, die jegliche Interventionen ablehnt, aber eine Kreisssaal belegt einfach kein Geld.

Natürliche Geburt

Wie oben schon erwähnt bringt eine Geburt ohne Interventionen dem Krankenhaus kaum Geld ein. Ihr fragt euch nun vielleicht was Interventionen sind. Interventionen sind Maßnahmen, die während einer Geburt getroffen werden. Darunter fallen beispielsweise die PDA, der Dammschnitt aber auch der venöse Zugang. All diese Interventionen bringen dem Krankenhaus zusätzliches Geld. Wenn ihr die freiwillig in Anspruch nehmt gibt es keinen Grund dies zu beanstanden. Allerdings bin ich bei beiden Geburten in Situationen geraten die keinesfalls freiwillig abliefen. Ich mag euch damit einfach sagen, dass IHR entscheidet was mit eurem Körper gemacht wird. IHR entscheidet ob ihr ET+10 eingeleitet werden wollt oder nicht, solange es euch und dem Baby gut geht. IHR entscheidet in welcher Position, die Wehen für euch gerade am angenehmsten sind, nicht der Arzt. Mach euch stark für euch selbst oder nehmt jemanden zur Geburt mit, der euer Wünsche kennt und diese im Zweifel auch durchsetzt.

Die Liste der möglichen Interventionen einer Geburt ist lang, vielleicht schreibe ich dazu nochmal einen extra Artikel. Ich mag euch heute einfach stark machen. Informiert euch vorher was auf euch zukommen kann und überlegt euch was ich möchtet, das muss kein fester Geburtsplan sein. Es kann auch einfach eine Liste mit Wünschen sein. Denn gerade wenn Situationen auftreten, die ihr so vielleicht überhaupt nicht gewollt habt. Ihr aber vorher zumindest ein paar Wünsche für diesen Fall auf geschrieben habt, könnt ihr zumindest versuchen diese noch durchzusetzen.

In diesem Sinne ist Vorbereitung wirklich besser als Nachbereitung. Schreibt die Punkte die euch wichtig sind auf, geht sie mit eurem Partner oder auch Geburtsbegleiter durch und freut euch auf die Geburt. Denn auch wenn diese nicht so laufen sollte, wie ihr euch es vorher vorstellt. Sie wird für immer euer Leben verändern.

Liebe Grüße

Eure Lisa

Ein Kommentar

  1. Entschuldige, aber von mir kommt etwas Widerspruch. Ein Plan ist natürlich gut und sinnvoll. Aber man braucht einen Plan B und Plan C und wie bei mir im Blog eine Leserin riet, möglichst auch Plan D. Denn der Schock ist riesig, wenn der schön überlegte Plan so richtig daneben geht. Leider kann man bei Geburten nicht alles selbst beeinflussen und manchmal läuft es eben ganz andere. Da ist es schon besser, wenn man sich auch darüber Gedanken gemacht hat. Ich wollte absolut niemals einen Kaiserschnitt und das einzige, was ich bereue, ist, dass ich nicht viele Stunden eher um einen gebeten habe. Denn den Plan gab es nicht, dass es nicht läuft. Abgesehen davon habe ich selbst und im Freundeskreis noch NIE gehört, dass das KH oder irgendwer lieber einen KS machen wollte.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*