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hierkommtmama - Hausgeburt

„Sind die Risiken einer Hausgeburt nicht viel zu hoch?“

Dieser Satz war nur einer der Wenigen den ich zu hören bekam, als ich mit der Kleinen schwanger war und offen mit der geplanten Hausgeburt umgegangen bin. Die meisten Leute hatten sich noch nie näher mit einer Hausgeburt beschäftigt. Für sie gehört eine Geburt ins Krankenhaus, damit man im Zweifel direkt reagieren kann, aber verleitet dieses „direkt reagieren können“ vielleicht auch zu vorschnellen Interventionen? Denn genau das ist meist der Punkt von Hausgeburtlerinnen, sie wollen so wenig Interventionen in den Geburtsverlauf wie möglich.

Vertrauen in den eigenen Körper und die Hebamme

Wenn man eine Hausgeburt plant, hat man meist eine erfahrene Hausgeburtshebamme an seiner Seite. So ist man im Gegensatz zu einer Alleingeburt, eben doch in fachkundigen Händen. Die QUAG e.V. (Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe) schreibt auf ihrer Seite:

„Mehr als der Technik und ärztlichen Unterstützung vertrauen diese Frauen ihrer eigenen Kompetenz, Intuition und Kraft sowie dem fachkundigen Beistand einer Hebamme, um ihr Kind im eigenen Rhythmus ungestört zu gebären.“

Diese Definition trifft wohl auf alle Mütter zu, die ihr Kind in den eigenen vier Wänden bekommt. Sie haben Vertrauen in sich, ins Kind und eben auch in die Kompetenz der Hebamme, die im Zweifel eine Hausgeburt auch ins Krankenhaus verlegt, wenn etwas nicht so „läuft“ wie es soll.

Vorbereitung einer Hausgeburt

Wenn man eine Geburt in den eigenen vier Wänden plant, sollte man recht früh in der Schwangerschaft anfangen zu planen dazu vielleicht mal ein paar Fragen die man sich gestellt haben sollte:

  1. Gibt es (spontan) eine Betreuung für die Geschwisterkinder, wenn diese nicht bei der Geburt dabei sein wollen?
  2. Wer soll mich bei der Geburt begleiten? Kann meine Begleitung spontan kommen?
  3. Hat meine Hausgeburtshebamme eine Vertretung, wenn sie selbst in einer anderen Geburt ist?
  4. Wenn das Aufstellen eines Geburtspools geplant ist: Wie hoch ist die Traglast der Decke? (Besonders bei Holz-/Altbaudecken)
  5. Wie weit ist der Weg ins nächste Krankenhaus?(Nur für den Fall der Fälle)
  6. Wie lange braucht ein Rettungswagen im Notfall? (Nur für den Fall der Fälle)

Verlegung ins Krankenhaus

Natürlich werden nicht alle geplanten Hausgeburten auch zu Hause beendet. 2015 gab es laut QUAG insgesamt 1812 Verlegungen von Hausgeburten in Krankenhäuser. Nur 137 davon geschahen in Eile, also mit einem Rettungswagen, der Rest im privaten PKW oder Taxi. Der Hauptgrund für eine Verlegung war mit 40 % ein Geburtsstillstand in der Eröffnungsphase.

Genau dieser traf auch mich bei meiner geplanten Hausgeburt, ob ich beim nächsten Kind deshalb wieder eine Hausgeburt planen würde? JA! Denn für mich gibt es nichts enspannteres, denn auch wenn die Geburt der Kleinen die letzten 6 Stunden im Krankenhaus stattfand. Die Zeit davor war so schön und einfach nur geborgen und liebevoll, dass ich es beim nächsten Mal genau so wieder haben wollen würde.

Im nächsten Beitrag werde ich euch eine ggf verkürzte Version des Geburtsberichtes der Großen schreiben. Deren Geburt war nämlich leider das komplette Gegenteil der letzten Geburt.

Liebe Grüße

Eure Lisa

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